26. April 2022

Russland ruft Handelspartner zum Verzicht auf US-Dollar und Euro auf !

Russland

Russlands Minister für Industrie und Handel schlägt den Mitgliedsstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion, der BRICS sowie der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit vor, bilaterale Zahlungen auf nationale Währungen umzustellen. Es soll generell auf Dollar und Euro verzichtet werden. 

Der russische Industrie- und Handelsminister Denis Manturow hat eine Rede anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Innoprom-2022" in Usbekistan gehalten. Darin rief er die Mitgliedsstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAEU), der BRICS sowie der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) dazu auf, den Handel mit Russland auf nationale Währungen umzustellen.

Der Minister merkte an, dass die Staaten der EAEU, der BRICS und der SCO zusammen etwa die Hälfte der Weltwirtschaft ausmachen und "eine Grundlage für die Zukunft" legen. Russlands Handelsumsatz mit Partnerstaaten aus diesen Organisationen sei im Jahr 2021 um bis zu 38 Prozent gestiegen. Die Zukunft der erfolgreichen wirtschaftlichen Zusammenarbeit hänge davon ab, wie schnell Russlands Partner bilaterale Zahlungen auf Nationalwährungen umstellen, so Manturow. Er erklärte:

"Was heute in der globalen Wirtschaft und auf der Welt passiert, gibt uns Hinweise darauf, wie wir unsere Logistik und industrielle Zusammenarbeit umstellen sollten, in welche Richtungen wir unsere Wirtschaften entwickeln können. Das ist eine, wie man sagt, Entdollarisierung, und seit Kurzem auch eine Enteuroisierung. Also eine Umstellung auf unsere eigenen Währungen, um bei Zahlungen, Güterlieferungen und Zusammenarbeit möglichst unabhängig zu sein."

Manturow begründete seine Ausführungen mit dem Hinweis auf eine mögliche "Hyperinflation" in den USA und Westeuropa. Solche Preissteigerungen seien seit 30 Jahren nicht beobachtet worden und beeintächtigten nun die Entwicklung der Industrie und der gesamten Wirtschaft. Daher würde eine Umstellung auf nationale Währungen bei Organisationen, denen die USA und die EU nicht angehören, Russlands Handelspartnern größtmögliche Unabhängigkeit bei der Entwicklung von gemeinsamen Projekten gewähren, so der Handelsminister.

Israel  

Die israelische Zentralbank hat angekündigt, die Devisenreserven des Landes zu diversifizieren und zum ersten Mal den chinesischen Yuan neben zwei weiteren Währungen aufzunehmen. Zugleich sollen die Anteile von US-Dollar und Euro reduziert werden. Die israelische Zentralbank hat den international gehandelten chinesischen Yuan (Renminbi) zum ersten Mal überhaupt in ihre Währungsreserven aufgenommen. Neben der chinesischen Währung will die Behörde auch den kanadischen und den australischen Dollar aufnehmen, da Israel seine Währungsreserven diversifizieren und "seinen Anlagehorizont erweitern" möchte. Zugleich erklärte die Notenbank, dass man die Anteile von US-Dollar und Euro reduzieren wolle. 
 
Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Israel, Andrew Abir, sagte in einem Interview mit der US-Zeitung Bloomberg: "Wir müssen prüfen, ob wir mit den Reserven eine Rendite erzielen können, die die Kosten der Haftung deckt."
 
Die israelische Zentralbank hatte bisher nur US-Dollar, Euro und britisches Pfund im Bestand. Im vergangenen Jahr überstiegen die Devisenreserven des Landes zum ersten Mal den Gegenwert von 200 Milliarden US-Dollar, was einem Drittel des israelischen Bruttoinlandsprodukts pro Jahr entspricht. Durch die Umstrukturierung sinkt der Anteil vom Euro nun von 30 Prozent auf 20 Prozent, der Anteil vom US-Dollar wird von 66,5 Prozent auf 61 Prozent reduziert.
 
Der Euro wird Schaden nehmen !
 
 

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