29. Mai 2021

Wer bezahlt die Staatsschulden, die durch die Corona-Pandemie gesteigert wurden?

 Die Antwort lautet: Sie!

Laut des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) werden die Staatschulden bis 2022 auf unfassbare 2,7 Billionen Euro anwachsen …

Das sind weit über 25.000 € Verschuldung pro deutschem Staatsbürger. 

"Je nachdem, was in den kommenden Wochen und Monaten noch passiert, kann diese Zahl auch noch größer werden", sagte der Direktor des Instituts Michael Hüther erst kürzlich.

Die Ideen, die bereits auf Papier gebracht wurden, sind ebenso vielfältig wie erschreckend. Unter anderem gab es schon Überlegungen zu …

  • einer neuen Vermögenssteuer,
  • einer Finanztransaktionssteuer
  • Zwangshypotheken
  • einer höheren Abgeltungsteuer
  • und sogar schon einer separaten Aktien-Steuer, wie sie in den USA umgesetzt werden soll!

Olaf Scholz möchte vor der Bundestagswahl Nägel mit Köpfen machen ! 

Sie glauben, das traut er sich nicht, denn so würde er Wähler verlieren? Dann bedenken Sie: Laut des IW gelten nur 3 % aller Deutschen als vermögend, und auf die kann man bei demokratischen Wahlen wohl getrost verzichten.  

Der Durchschnitt der reichsten 10 % der Bevölkerung hatte ein Nettovermögen von 639.000 Euro. 27,6 % besaßen nichts oder haben mehr Schulden als Vermögen. Eine gute Finanzbildung ist Teil der ökonomischen / politischen Bildung. Sie hilft beim Aufbau von Vermögen, beim Umgang mit Verschuldung, dem Verständnis von Versicherungen, sowie beim alltäglichen Umgang mit Geld und Wertpapieren. 

-Union Investment Studie - (Volksbanken)

Beim Blick auf die Expertenbefragung fällt auf, dass das Finanzwissen in der Bevölkerung durchweg kritisch gesehen wird. Fast jeder fünfte Lehrer (20 %) bewertet den Wissensstand in der Bevölkerung als mangelhaft oder ungenügend. Annähernd jeder dritte befragte Journalist (29 %) vergibt die Note 5 oder 6 für das Finanzwissen in der Bevölkerung. Keiner der befragten Vertreter von Verbraucherorganisationen oder Finanzberatern hält die Kenntnisse der Bevölkerung im Finanzbereich für gut oder sehr gut ausgeprägt.

Beim Blick auf die Frage, wer die Verantwortung für die Vermittlung von Finanzwissen übernehmen sollte, gibt es unter den befragten Experten eine klare Tendenz: Die meisten sehen die Eltern (71 %) oder die Schule (69 %) in der Pflicht.

Die DIW-Ökonomen plädieren dennoch dafür, die neuen Ergebnisse nicht für Neiddebatten zu nutzen. Wichtiger sei eine politische Diskussion darüber, wie auch ärmere Menschen ein Vermögen aufbauen könnten. Bislang besitzt die untere Hälfte nicht nur kaum Vermögen, sie spart auch kaum für die Zukunft.

Steuertip: Veräußerungsgeschäfte mit beweglichen Gegenständen 

Wertgegenstände, Währungen, Cryptowährungen sind nicht vom Informationsaustausch betroffen und Gewinne nach einem Jahr steuerfrei ! (Spekulationsfrist 12 Monate)   

Gewinne oder Verluste aus innerhalb der Spekulationsfrist von einem Jahr verkauften Wertgegenständen müssen Sie in der Steuererklärung angeben. Wertgegenstände sind insbesondere Edelmetalle (z.B. Gold- und Silberbarren), Münzen, Schmuck, Kunstgegenstände, Antiquitäten, Oldtimer, Briefmarkensammlungen. Ob Sie Ihre Bestände vor 2009 oder nach 2008 angeschafft haben, spielt keine Rolle. Die Spekulationsfrist erhöht sich auf 10 Jahre, wenn mit den Gegenständen in wenigstens einem Jahr Einkünfte erzielt wurden (siehe unten). Für die Berechnung der Veräußerungsfrist kommt es auf den wirksamen Abschluss der schuldrechtlichen Verpflichtungsgeschäfte an (BFH-Urteil vom 8.4.2014, IX R 18/13, DStR 2014 S. 1711).

Auch die Erfüllung einer Vereinbarung über die Lieferung von Gold ist ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG ist, für das die einjährige Spekulationsfrist gilt (BFH-Urteil vom 24.1.2012, IX R 62/10, BFH/NV 2012 S. 847). Das gilt auch für Xetra-Gold-Anleihen.

Die einjährige Spekulationsfrist ist auch für private eBay-Verkäufer relevant, die keine gewerblichen Powerseller sind.

Währungsguthaben

Zu den Wirtschaftsgütern gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG gehören auch Devisen. Wenn Sie ein Fremdwährungskonto unterhalten (z.B. Dollar-Konto) oder Devisen im Bankschließfach aufbewahren und die durch Umtausch von Euro erworbenen Fremdwährungsbeträge innerhalb eines Jahres in Euro oder eine andere Fremdwährung zurücktauschen, liegt ein privates Veräußerungsgeschäft vor (BMF-Schreiben vom 25.10.2004, BStBl. 2004 I S. 1034Tz. 8). Ein Wechselkursgewinn ist steuerpflichtig, ein Kursverlust rück- oder vortragbar. Realisierte Kursgewinne oder -verluste mit der digitalen Internetwährung Bitcoins sind bei Veräußerung innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist ebenfalls steuerlich relevant. 

 

Wer bezahlt die Staatsschulden, die durch die Corona-Pandemie gesteigert wurden?

  Die Antwort lautet: Sie! Laut des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) werden die Staatschulden bis 2022 auf unfassbare 2,7 Billionen E...