21. Oktober 2021

Start des digitalen Euro - Eurogruppenchef jubelt !

14. Juli 2021

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat heute beschlossen, die Untersuchungsphase eines Projekts zum digitalen Euro einzuläuten. Im Anschluss an die Entscheidung stieß der Präsident der Euro-Gruppe Paschal Donohoe zu der Sitzung dazu. Er gratulierte dem EZB-Rat und brachte seine uneingeschränkte Unterstützung für das Projekt zum Ausdruck. All dies hat uns zu der Entscheidung geführt, einen Gang hochzuschalten und den Startschuss für das Projekt zum digitalen Euro zu geben“, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde. „Unsere Arbeit soll sicherstellen, dass Privatpersonen und Unternehmen im digitalen Zeitalter weiterhin Zugang zu der sichersten Form von Geld – dem Zentralbankgeld – haben.“  Quelle EZB.  

In einem neuen Buch mit dem Titel "Der digitale Euro" geht die UNO-Denkfabrik Diplomatic Council der Frage nach der Zukunft des europäischen Digitalgeldes nach.

Hierzu heißt es: "Die Ankündigung erfolgte klammheimlich, mitten in der Corona-Pandemie, in der Urlaubszeit und während der Fußball-EM, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Dabei handelt es sich beim digitalen Euro um eine der fundamentalsten Änderungen der gemeinsamen Währung von immerhin 19 Staaten der Europäischen Union. EZB und EU-Kommission geben sich seitdem alle Mühe, den digitalen Euro kleinzureden. Selten wurde die Bevölkerung der Euro-Zone derart dreist über die Zukunft ihrer Währung getäuscht."

Die Autoren des Buches "Der digitale Euro" vertreten die Auffassung, dass die Menschen in Europa ein Recht haben zu wissen, was auf sie zukommt. Dabei nehmen sie nicht nur die Ankündigung des digitalen Euro unter die Lupe, sondern decken auch die Hintergründe, die dahintersteckende Technologie und vor allem die möglichen Auswirkungen auf. 

Was dabei zum Vorschein kommt, werten die Autoren als erschreckend. Nach ihrer Einschätzung werde mit der Digitalisierung der Währung das Finanzgebaren der Bevölkerung bis ins kleinste Detail transparent. Im Buch ist von einem "Riesenschritt hin zum gläsernen Bürger" die Rede. Die Beteuerung der EZB, der digitale Euro habe nichts mit Kryptowährungen wie etwa dem Bitcoin zu tun, sei "purer Hohn".

Ganz im Gegenteil gehöre der digitale Euro zu einem Maßnahmenbündel, um die Staatswährungen vor dem Angriff der Kryptowelle zu schützen. Wörtlich heißt es in dem Werk: "Der Bitcoin wurde als Inbegriff des Misstrauens gegen staatliche Zentralbanken wie die EZB ins Leben gerufen. Im digitalen Euro manifestiert sich der Versuch der Staatsbanken, ihre Vorherrschaft über unser Geld in die digitale Welt zu retten. Ob das gelingt, ist ungewiss. Der digitale Euro ist somit das größte Experiment mit unserer Währung seit ihrer Einführung."

Rund drei Viertel (74%) unterstützen die Forderung, dass man künftig an jedem Verkaufspunkt die Möglichkeit haben sollte, auch digital, also bargeldlos, zu bezahlen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom, für die mehr als 1.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland befragt wurden.    


28. September 2021

Ist die nächste Finanzkrise "Grün" ? BIZ thematisiert ESG-Blase !

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete jüngst über den aktuellen Quartalsbericht der in Finanzkreisen sehr angesehenen Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mit Sitz in Basel in der Schweiz. Die BIZ untersuchte der Zeitung zufolge in ihrem jüngsten Quartalsbericht die enormen Mittelzuflüsse in ESG-Investments. Grudsätzlich würde die BIZ das Umdenken in der Finanzwelt und die damit einhergehende "grüne" Entwicklung goutieren. Gleichzeitig verweisen die Ökonomen aber auf Parallelen in der Vergangenheit.

Mit Blick auf die enormen Investitionsvolumina sowie die massiven Preisanstiege bei ESG-Papieren sehen die Studienautoren Parallelen zu Eisenbahnaktien Mitte des 18. Jahrhunderts, Internetaktien während der Dotcom-Blase, aber auch dem Immobilienmarkt während der Weltfinanzkrise. Vermögenswerte, die mit grundlegenden wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen verbunden seien, neigen dazu, nach einem anfänglichen Investitionsboom große Preiskorrekturen zu erfahren. Es gebe Anzeichen dafür, dass so manche ESG-Anlage am Markt zu euphorisch aufgenommen werde. Darauf deute etwa das enorm hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien hin.

Allein zwischen 2016 und 2020 sei das Volumen von ESG-Vermögenswerten auf die gigantische Größe von 35 Billionen US-Dollar angewachsen. Wir reden in dem Kontext von einem Mittelaufwuchs von ca. zehn Billionen US-Dollar. Zum Vergleich, das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland betrug im Jahr 2020 nur 3,8 Billionen US-Dollar. Das sagt schon sehr, sehr viel aus. 

Eiji Hirano, der ehemalige Aufsichtsratschef eines großen japanischen Staatsfonds äußerte sich gegenüber Bloomberg sehr nachdenklich. An der Stelle sei betont, dass Persönlichkeiten wie Herr Hirano sich grundsätzlich zum Marktgeschehen sehr bedeckt halten. Es kann fast schon als Sensation gewertet werden, dass er sich öffentlich zu einer eindeutigen Aussage hinreißen ließ. Grundsätzlich betonte Hirano, dass der japanische Staatsfonds, genauer der Government Pension Investment Fund (GPIF), wieder zu seinen Wurzeln zurückkehren müsse.

Weiter müsse nachgedacht werden, wie man analysieren könne, ob ESG wirklich profitabel sei. Fraglich sei auch, wie man ESG bewerten und standardisieren könne. Herr Hirano gab ja die Leitung des Gremiums in diesem Jahr ab und betonte weiter, dass es derzeit ein bißchen nach einer ESG-Blase aussehen würde.
  

 

16. September 2021

WENN DAS VERTRAUEN IN DAS GELD VERLOREN GEHT, WIRD AUCH DAS ENDE DES SYSTEMS EINGELÄUTET !

Gemeinsam war allen Imperien stets am Anfang ein gedecktes Geldsystem und die Dominanz ihres Geldes gegenüber anderen Währungen.

Wer sich die Anzahl der Imperien auf Wikipedia anschaut, muss ziemlich lange nach unten scrollen, bis die Liste endet. Imperien kommen und gehen. Einige Imperien bestehen für Hunderte von Jahren, andere doch viel kürzer. Das berühmte Imperium Romanum und das byzantinische Imperium hatten beide über 1000 Jahre Bestand. Im Schnitt vergehen im Lebenszyklus eines Imperiums zirka 100 Jahre vom Aufstieg bis zum Niedergang. Gemeinsam war allen Imperien stets am Anfang ein gedecktes Geldsystem und die Dominanz ihres Geldes gegenüber anderen Währungen. Ein Imperium hatte sozusagen die Weltleitwährung inne, ob es nun die Römer waren mit ihrem Denar, Aureus und Solidus, die Byzantiner mit dem Solidus, die Spanier mit dem Real oder die Briten mit dem Pfund. Aktuell sind es die US-Amerikaner mit dem Dollar. Aber wir sehen allmählich bereits den Wechsel zur nächsten Supermacht heraufziehen voraussichtlich China. 

Alle Machtzentren begannen mit einem gedeckten Geldsystem und endeten mit einem ungedeckten. Wenn das Vertrauen in das Geld verloren geht, wird auch das Ende des Systems eingeläutet, weil das Vertrauen der Menschen in die Elite verloren geht ! 

SCHULDENZYKLUS

Der kurze Schuldenzyklus dauert im Schnitt fünf bis acht Jahre, der lange Superschuldenzyklus 50 bis 75 Jahre. Im langen Zyklus steigen die Schulden über lange Zeiträume schneller als die Einkommen. Die Zinsen und Tilgungen wachsen immer stärker, was zur Kürzung von Ausgaben führt. Da die Ausgaben einer Person das Einkommen einer anderen Person sind, beginnen die Einkommen zu sinken.

Die Abwärtsspirale ist im vollen Gange, die Finanzkrisen brechen aus und der Zyklus kommt zu einem Ende. Wenn der lange Zyklus zum Ende kommt, geht dies immer einher mit großen Verwerfungen und einer Neuordnung der Schulden sowie einem neuen Geldsystem.


 

 

15. September 2021

Warum Konten gesperrt, Gelder und Vermögenswerte blockiert werden?

Die Regulierung verschärft sich in letzter Zeit massiv, nicht nur für Kryptobörsen, sondern auch für Banken, FinTechs, Edelmetallhändler und Finanzdienstleister im Allgemeinen. Die deutsche Bundesregierung verschärft beispielsweise durch die Umsetzung von EU-Richtlinien den Kampf gegen Geldwäsche. Hierzu wurde das „Gesetz zur strafrechtlichen Bekämpfung der Geldwäsche“ auf den Weg gebracht. Künftig werden dadurch weit häufiger Vorgänge als mögliche „Geldwäsche“ definiert. Das bedeutet, dass nun alle rechtswidrigen Taten, mögliche Vortaten der Geldwäsche sein können. Nach dem neuen Gesetz kommt es nicht mehr darauf an, dass Vermögenswerte aus ganz bestimmten Straftaten stammen.

Dadurch werden Konflikte von Kunden mit ihren Anbietern bei Überweisungen von Geldern und Veräußerungen bzw. Übertragungen von Wertpapieren, Kryptowährungen, Edelmetallen und sonstigen Vermögenswerten in Zukunft massiv zunehmen. Bei Unternehmen oder Selbstständigen können derartige Kontenblockaden sehr schnell existenzielle Auswirkungen haben.

Probleme mit Kryptobörsen, Edelmetallhändlern und Auslandsbanken häufen sich massiv


Das Ärgerliche ist dabei, dass es in der Mehrheit erst dann zu solchen Problemen kommt, wenn man die Gelder von einem Konto entnehmen möchte. Selbst dann, wenn das Geld dort schon seit Jahren unangetastet liegt, alle Legitimationsanforderungen erfüllt sind und Mittelherkunftsnachweise erbracht wurden.

Dabei handelt es sich mehrheitlich nicht um Geschäftsbeziehungen zu unseriösen Anbietern, die keine Auszahlungen leisten, sondern zu seriösen Unternehmen, die urplötzlich Gelder einfrieren und Auszahlungen blockieren. Die angebliche Begründung für derartige Maßnahmen liegt überwiegend in den Compliance-Bestimmungen gegen Geldwäsche oder Steuerhinterziehung, die sich in den letzten Jahren massiv verschärft haben. 

Meldepflichtige nach dem Geldwäschegesetz !

  • Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute
  • Agenten und E-Geld-Agenten
  • selbstständige Gewerbetreibende, die im Namen eines Zahlungsdienstleisters Zahlungsdienste ausführen oder E-Geld eines Kreditinstituts vertreiben oder rücktauschen
  • andere Finanzunternehmen, deren Haupttätigkeit z.B. Geldmaklergeschäfte sind
  • Versicherungsunternehmen und Versicherungsvermittler, soweit sie jeweils Lebensversicherungstätigkeiten, Unfallversicherungen oder Darlehen anbieten oder vermitteln
  • Kapitalverwaltungsgesellschaften
  • Freiberufler aus dem rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Bereich, soweit sie für ihren Mandanten an der Planung oder Durchführung von Geschäften, z.B. der Verwaltung von Vermögenswerten, mitwirken oder im Namen und auf Rechnung des Mandanten Finanz- oder Immobilientransaktionen durchführen
  • Dienstleister für Gesellschaften und für Treuhandvermögen oder Treuhänder, die nicht den vorgenannten Berufen angehören, wenn sie für Dritte Dienstleistungen erbringen, z.B. die Gründung einer juristischen Person oder Personengesellschaft
  • Immobilienmakler
  • Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen
  • Güterhändler
  • Am 1. Oktober 2020 trat jedoch eine neue Rechtsverordnung in Kraft, durch die ein Katalog von besonders geldwäscherelevanten Fällen festgelegt wird. Notare müssen seitdem unabhängig von eigenen konkreten Verdachtsmomenten eine Meldung an die FIU abgeben, beispielsweise bei Vertragsparteien aus Risikostaaten oder bei verdächtigen Zahlungsmodalitäten.

12. August 2021

Machbarkeitsstudie für ein Europäisches Vermögensregister

 Beschreibung der EU:

Die Erhebung von Daten und die Zusammenschaltung von Registern sind ein wichtiges Instrument des EU-Rechts, um den Zugang der zuständigen Behörden zu Finanzinformationen zu beschleunigen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu erleichtern. Im Rahmen dieses Projekts sollen verschiedene Möglichkeiten für die Erhebung von Informationen zur Einrichtung eines Vermögensregisters geprüft werden, das anschließend in eine künftige politische Initiative einfließen kann. Es soll untersucht werden, wie aus verschiedenen Quellen des Vermögenseigentums (z. B. Landregister, Unternehmensregister, Trust- und Stiftungsregister, zentrale Verwahrstellen von Wertpapieren usw.) verfügbare Informationen gesammelt und miteinander verknüpft werden können, und der Entwurf, der Umfang und die Herausforderungen für ein solches Vermögensregister der Union analysiert werden. Die Möglichkeit, Daten über das Eigentum an anderen Vermögenswerten wie Kryptowährungen, Kunstwerken, Immobilien und Gold in das Register aufzunehmen, ist ebenfalls zu berücksichtigen.

 Quelle:  EU - komplette Ausschreibung

Die zunehmende Auswanderung von vermögenden Bürgern ist ein Trend, der in vielen Ländern der Europäischen  Union zu beobachten ist. Die Hauptgründe liegen in den Schuldenproblemen und strukturellen Defiziten zahlreicher EU-Staaten sowie der Sorge vor steigender Kriminalität, Umverteilungen oder gar Enteignungen.

Haben Sie Humor ?

EU Datenschutzverordnung:  Datenschutz soll unsere informationelle Selbstbestimmung und somit unsere Freiheit bewahren. ... Durch den einheitlichen Rechtsrahmen, der ab dem 25.05.2018 mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der Europäischen Union gilt, gibt es nicht nur bessere Möglichkeiten, gegen Datenmissbrauch vorzugehen.

Die Ziele der DSGVO sind der Schutz der Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten (Art. ... Klarer formuliert: Der Datenschutz des einzelnen Bürgers soll gewährleistet werden. 

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre

Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.  

PPRO Financial Limited.  Ihr erster nicht EU Kontoanbieter ?

Das Unternehmen ist in England (Großbritannien) registriert, unterhält aber auch einen Sitz in München. Vereint eine Kreditkarte ohne Schufa mit einem SEPA-fähigen Kartenkonto.  Keine deutsche IBAN ! Der Anbieter hat seinen Sitz in Luxemburg, was bedeutet, dass die Kunden auch eine luxemburgische IBAN erhalten. Sind Sie in einem Start-up tätig und haben Mühe, ein Geschäftskonto zu eröffnen? Dann ist die Prepaid Kreditkarte genau das Richtige, denn diese landet bereits nach einem Werktag bei Ihnen im Briefkasten. Aufgrund der Online Banking Funktionen mit zugewiesener IBAN für ein- und ausgehende Überweisungen kann das E-Geld Konto sogar als vollwertige Alternative zum Girokonto und damit auch als Gehaltskonto eingesetzt werden.

Start des digitalen Euro - Eurogruppenchef jubelt !

14. Juli 2021 Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat heute beschlossen, die Untersuchungsphase eines Projekts zum digitalen Euro ei...