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1. Januar 2021

2020: Gold in Euro + 14 % - Glückwunsch an alle Holdinginhaber -

2019 legte der Goldpreis um 22% zu, 2020 ist ein weiteres Goldjahr mit +14% gewesen. Die Silberunze kostete per Tagesschlusskurs am 31.Dezember 2020 26,39 US-Dollar beziehungsweise 21,61 Euro. Damit stand der Silberpreis 46 Prozent (in USD) oder 36 Prozent (EURO) höher als vor einem Jahr.

Sollte das Gold bzw. Silber sich schon mehr als 1 Jahr in Ihrem Besitz befinden ist der Gewinn Steuerfrei (Deutschland).  -Glückwunsch-

Übersicht Goldpreis 31.12.2020 und Anstieg gegenüber Vorjahr (% gerundet)

  • Venezuela         2.099.529.583 VES +3.020 %
  • Argentinien       159.624 ARS +76 %
  • Brasilien           9.860 BRL +62 %
  • Türkei               14.152 TRY +56 %
  • Russland          140.532 RUB +50 %
  • Mexiko             37.780 MXN +32 %
  • Südafrika         27.774 ZAR +31 %
  • Indien               138.747 IDR +28 %
  • Ungarn             563.732 HUF +26 %
  • VAE                 6.974 AED +25 %
  • Iran                  80.073.755 +25 %
  • USA                  1.898 USD +24 %
  • Singapur          2.509 SGD +23 %
  • Kanada            2.417 CAD +22 %
  • Norwegen         16.160 NOK +22 %
  • Großbritannien  1.388 GBP +21 %
  • Japan               196.011 JPY +19 %
  • Polen               7.103 PLN +19 %
  • Tschechien       40.763 CZK +19 %
  • China               12.403 CNY +17 %
  • Australien         2.464 AUD +16 %
  • Europa             1.554 EUR +14 %
  • Schweiz           1.705 CHF +14 %
  • Schweden        15.700 SEK +10 %

Alle Angaben ohne Gewähr (Quelle: Goldbroker.com)


 BullionVault

 

 

10. November 2020

Wie gewonnen – so zerronnen, „Unser Geld & Covid 19“ !

So lautet der Untertitel der ING-Studie welche sich mit den Auswirkungen des Virus auf das Vermögen der Bürger in Deutschland und Europa im 1. Quartal 2020 beschäftigt. 

Das Finanzvermögen bei Privatpersonen reduzierte sich um insgesamt 771 Milliarden Euro gegenüber Dezember 2019. Das sei mit Abstand der höchste Finanzvermögensverlust der letzten 20 Jahre, haben die Fachleute ausgerechnet. Die Bundesbürger horten in der Krise nicht nur Mehl, Hefe und Toilettenpapier, sondern auch Bargeld.

Die Corona-Pandemie hat mehrere beunruhigende Trends beschleunigt, die schon vorher ihr Unwesen trieben: Dazu gehört ein exponentielles Schuldenwachstum, eine zunehmende Abhängigkeit von Regierungen und verstärkte Interventionen der Zentralbanken auf den Märkten und in der Wirtschaft. So wurde aktuell weltweit die Schulden-Marke von 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts überschritten. Das heißt im Klartext: Sämtliche Staaten der Welt sind höher verschuldet als die jährliche globale Wirtschaftsleistung. In Europa wackelt es ganz gewaltig.In der Eurozone sind die Verbindlichkeiten in diesem Jahr insgesamt um noch einmal 1,5 Billionen Dollar gestiegen und werden auf 53 Billionen Dollar taxiert. Dies wären gut 46,5 Billionen Euro.  Der kontinentweite Lockdown trifft die ohnehin überschuldete EU gewaltig.

Kristalina Georgieva, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds: 

Um diese Verwerfungen abzufedern, plane der IWF deshalb zusammen mit der Weltbank ein völlig neues digitales Währungssystem. Sie nannte es kurz in Ihrer Ansprache „A New Bretton Woods Moment“ und verwies auf die potenziellen Vorteile der Verwendung digitaler Währungen durch Zentralbanken.  Ins gleiche Horn bläst übrigens auch die EZB ! Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), planen 7 der weltweit führenden Notenbanken digitale Währungen einzuführen. Dabei handelt es sich um die US-Notenbank Fed, die Europäische Zentralbank (EZB), die Schweizer Notenbank, die Bank von Japan, die Bank von England, die Bank von Kanada und die Schwedische Nationalbank. Die Gesetze sind mit Bail-In und einigen weiteren Entmachtungsgesetzen bzw. Enteignungsgesetzen bereits vorbereitet. Es wird auf den E-Euro hingearbeitet. 5G wurde während dem Lockdown extrem ausgebaut. Also die Infrastruktur für eine vollumfängliche Überwachung und Abgabestruktur durch das digitale Währungssystem ist perfekt vorbereitet.
 
Der Systemwandel ist ohnehin unumgänglich.

„Die Kommission zielt auf volle Durchsetzung von Instant Payments in der EU bis Ende 2021", heißt es in dem Strategiepapier der EU.

Während im Handel weiter auch mit Bargeld bezahlt werden darf, sollen Payment Service Provider (PSP) zum Echtzeit-Service verpflichtet werden - notfalls per Gesetz. Nach Ablauf der Übergangsfrist zur Bereitstellung von "SEPA Instant Credit Transfers" im November dieses Jahres will Brüssel überprüfen, wie viele PSP und Bankkonten für Instant Payments bereitstehen. Reicht das Ergebnis der Kommission nicht aus, wird ein Gesetzentwurf zur obligatorischen Teilnahme am SCT Instant Scheme bis Ende 2021 vorgelegt.

Damit werden PSP verpflichtet, Instant Payments abzuwickeln. Für Banken ist es daher generell empfehlenswert, die Digitalisierungsstrategie zu beschleunigen, um auch dem Echtzeit-Aspekt gerecht zu werden.

Das Fürstentum Liechtenstein ist in Europa die unangefochtene Nr. 1 unter aktuell 42 in einer GFK-Studie untersuchten Ländern. In dem Zwergstaat, das den stabilen Schweizer Franken als Landeswährung hat, liegt die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft bei 64.240 Euro. An zweiter Stelle folgt die Schweiz mit 41.998 Euro vor Luxemburg mit 34.119 Euro, Island mit 28.155 Euro und dem Königreich Norwegen mit 25.699 Euro, das sich mit seiner Landeswährung, der Norwegischen Krone, ebenfalls außerhalb des Euros befindet. Die Pro-Kopf-Kaufkraft liegt in Österreich bei 23.585 Euro und in Deutschland bei 22.388 Euro. Der Durchschnitt in Europa bewegt sich bei 13.894 Euro.

 



 


 

7. Oktober 2020

Corona bleibt, soziale Unruhen wegen steigender Armut kommen !

Hendrik Streeck (*1977, Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik Bonn): „Wir haben es mit einem ernstzunehmenden Virus zu tun, aber wir dürfen dieses Virus nicht mehr überdramatisieren.“

"Das Virus ist zu politisch geworden, obwohl es eigentlich nicht politisch sein sollte."
"Wir können nicht auf einen Pause-Knopf des Lebens drücken und glauben, das Virus sei dann vorbei."
„Bei der Hitzewelle 2018 und bei der Grippewelle 2017 hat man sehr viel deutlicher eine Übersterblichkeit gesehen.“ Streeck warnt vor dem Irrglauben, man könne das Virus irgendwie besiegen. Dies werde nicht einmal durch den härtesten Lockdown gelingen. Nach der zweiten werde es auch eine dritte und vierte Infektionswelle geben. "Wir sind in einer Dauerwelle. Wir müssen uns damit abfinden, das Virus wird normaler Teil unseres Lebens werden." Das sollte uns aber keine Angst machen, das Virus sei schlichtweg da, nicht nur in diesem Herbst, sondern auch im nächsten Sommer, "und auch in Jahrzehnten noch". Selbst mit Impfstoffen sei es der Menschheit erst ein einziges Mal (bei Pocken) gelungen, einen Virus durch einen Impfstoff auszurotten. >Quelle<

Dr. Peter F. Mayer aus Niederösterreich führt in einem Bericht mit dem Titel „Deutsche Studie findet bei 81 Prozent Immunität gegen SARS-Cov-2 durch andere Coronaviren“ aus, dass sich angesichts einer Studie zur Antikörper-Forschung der Universität Tübingen die „extremen Maßnahmen“ im Verlauf der Corona-Pandemie als ungerechtfertigt erwiesen haben sollen. Als Beta-Coronavirus zeige SARS-Cov-2 viele strukturelle Gemeinsamkeiten mit anderen Coronaviren dieser Familie. Das menschliche Immunsystem erkenne das „neue“ Virus und reagiere rasch mit passenden T-Lymphozyten, wie mittlerweile zahlreiche Studien belegen würden. Die Bevölkerung verfüge „über eine gewisse Immunität gegen das neue Virus, die durch den Kontakt mit früheren Coronaviren (Erkältungsviren) erworben wurde.“

Mayer bezieht sich auf die Studie „SARS-CoV-2 T-cell epitopes define heterologous and COVID-19-induced T-cell recognition“, die auf researchsquare.com veröffentlicht wurde.

„Die neue Studie berichtet über SARS-CoV-2-spezifische und kreuzreaktive T-Zellen, die in zwei großen Gruppen von Spendern identifiziert wurden - die eine mit die andere ohne SARS-CoV-2-Infektion (…) In der Tübinger Studie wurden nun die genauen T-Zell-Mechanismen, die die SARS-CoV-2-Kreuzreaktivität steuern, identifiziert und charakterisiert. Insbesondere konnte man bei 81 Prozent der nicht exponierten Personen kreuzreaktive SARS-CoV-2-T-Zellen nachweisen.“

Im Klartext: 81 Prozent, die keinen Kontakt mit Sars-Cov-2 hatten, haben bereits kreuzreaktive T-Zellen und damit eine gewisse Hintergrundimmunität.

Eine Gruppe italienische Forscher hat eine Studie veröffentlicht, die zu beunruhigenden Ergebnissen kommt. Dabei wird ein Vergleich zwischen der aktuellen Corona-Pandemie und vergangener Pandemien und Epidemien gezogen – allerdings nur auf ihre sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen.

Die „sozialen und psychischen Unruhen, die sich aus der Epidemie ergeben“ verdrängen jeden sozialen Konflikt vor der Epidemie, „aber gleichzeitig bilden sie den fruchtbaren Boden, auf dem der globale Protest nach dem Ende der Epidemie aggressiver wieder auferstehen kann“, so die Forscher. 

Es ist mehr als nur denkbar, dass der Unmut der Bevölkerung von den Eliten gegen ethnische – aber auch gegen kritisch-politische – Minderheiten kanalisiert wird, um vom Wohlstandsverlust, der durch die Regierungspolitik ausgelöst wurde, abzulenken. Dass es einen Wohlstandsverlust geben wird, hatte im Mai 2020 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angekündigt, als er sagte: „Wahr ist, die Zeit wird nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wir werden einiges von dem gemeinsam erarbeiteten Wohlstand preisgeben.“

Die Forscher wörtlich: „Insgesamt zeigen die historischen Beweise, dass Pandemien und Epidemien in drei Dimensionen eine potenzielle störende Wirkung auf die Zivilgesellschaft haben. Erstens neigen die politischen Maßnahmen dazu, eine Kluft zwischen Gesellschaft und Institutionen zu schaffen. Zweitens kann eine Pandemie in dem Maße, in dem sie sich in Bezug auf Sterblichkeit und wirtschaftliches Wohlergehen unterschiedlich auf die Gesellschaft auswirkt, die Ungleichheit verschärfen. Drittens kann der psychologische Schock irrationale Erzählungen über die Ursachen und die Ausbreitung der Krankheit hervorrufen, die zu sozialer Diskriminierung, Rassendiskriminierung und sogar Fremdenfeindlichkeit führen können. Auf jeden Fall scheinen die meisten der großen Epidemien der Vergangenheit in unterschiedlichem Maße Inkubatoren sozialer Unruhen gewesen zu sein.“

Anschließend wurden die Aufstands-Phasen zehn Jahre vor und zehn Jahre nach einer Epidemie betrachtet. Dabei wurde festgestellt, dass es zehn Jahre vor den jeweiligen Epidemien 39 Unruhen aufständischer Natur gab. Doch zehn Jahre nach den jeweiligen Epidemien wurden 71 Aufstände festgestellt.

„Eine Folge unserer Hauptannahmen, die sich hauptsächlich auf die kurz- und mittelfristigen Folgen von Epidemien auf die soziale Stabilität konzentrieren, ist daher, dass Repressionen tendenziell wahrscheinlicher werden“, meinen die Forscher.

Protestbewegungen werden dann als Versammlungen angesehen, die ein sofortiges Eingreifen rechtfertigen. Die Rechtfertigung wird durch Ansteckungsängste, eine große Toleranz gegenüber staatlichen Überwachungsmaßnamen und die Billigung von Strafverfolgungsmaßnahmen gegen Personen, die die geltenden Regeln verletzen, verstärkt.


 

 

24. September 2020

Epochaler Wandel - Studie Jim Reid von Deutsche Bank Research ( Auszug)

Laut der diesjährigen „Long-Term Asset Return Study“, befindet sich die Welt an der Schwelle zu einer neuen Ära, welche von Chaos geprägt sein wird. Die Experten gehen davon aus, dass die Ära der Globalisierung zu Ende geht und damit die treibende Kraft einer florierenden Wirtschaft und steigender Vermögenspreise vor dem Aus steht.

Die Welt befinde sich am Anfang eines neuen „strukturellen Superzyklus, der alles prägt, von den Volkswirtschaften bis hin zu den Vermögenspreisen, der Politik und unsere Lebensweise insgesamt“. Die Ökonomen prognostizieren ein „Zeitalter der Unordnung“, das die derzeitigen hohen Vermögenspreise weltweit gefährdet und in dem sich Regierungen und Unternehmen noch höher verschulden dürften.

Die vergangenen 40 Jahre seien durch geradezu paradiesische Bedingungen für Anleger weltweit gekennzeichnet gewesen. Die aktuelle Corona-Pandemie sei nicht der Auslöser für diese beängstigende Entwicklung gewesen, würde diese jedoch beschleunigen.

Der Ausblick für Europa ist alles andere als rosig. Demnach könne das Zeitalter der Unordnung „ein Jahrzehnt sein, in dem es für Europa um alles oder nichts geht“. Die Ökonomen sind der Ansicht, dass es in Zukunft nicht mehr möglich sein wird sich „durchzuwursteln“. Der gemeinsame Rettungsfonds wird zwar als gemeinsame Vision positiv hervorgehoben, was jedoch nicht ausreicht, um die wirtschaftlichen Abgründe zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten zu beseitigen. Im Gegenteil. Die Corona-Pandemie wird die Kluft verstärken und zu weiteren Unruhen führen.  

Aufgrund der Wertvorstellungen im Reich der Mitte, die sich deutlich vom westlichen Liberalismus unterscheiden, entstehen neue Krisenherde. „Daher droht ein Konflikt der Kulturen und Interessen – vor allem, weil China drauf und dran ist, die größte Volkswirtschaft der Welt zu werden“ !

Das „Zeitalter der Unordnung“ dürfte laut der Studie von diesen Themen geprägt werden:

  • Zunehmende Spannungen zwischen China und den USA, welche zu einem Ende der ungezügelten Globalisierung führen.
  • Das Jahrzehnt, in dem es für Europa um alles oder nichts geht.
  • Noch höhere Schulden und extrem lockere Geldpolitik bis hin zu „Helikopter-Geld“ werden die Regel.
  • Inflation oder Deflation?
  • Die Ungleichheit nimmt zu, bevor es schließlich zu Gegenreaktionen kommt und die Situation sich umkehrt.
  • Die Kluft zwischen den Generationen wird größer.
  • Die Klimadebatte verschärft sich.
  • Technologie: Revolution oder Blase? 

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2. September 2020

EZB: CBDC = Central Bank Digital Currency / Zentralbankkryptowährung.

Vorteil des Retail CBDC für Unternehmen und Privathaushalte ist, dass sie nicht mehr dem Gegenparteirisiko bei Geschäftsbanken ausgesetzt wären.

Die EZB als Bank für jedermann

Um den Bürgern die neue EZB-Digitalwährung schmackhaft zu machen, denkt die Zentralbank gemäß dem Arbeitspapier Nr. 2351 aus dem Januar 2020 über die Einrichtung von Konten zur Verwahrung der CBDCs direkt bei der EZB nach. Zunächst soll das maximale Einlagevolumen auf das durchschnittliche Monatseinkommen von ca. 3.000 Euro pro Bürger limitiert werden. Folgende Vorteile für jeden Einzelnen und die Allgemeinheit werden dafür ins Feld geführt:

- Bei der EZB besteht keine Gefahr eines Bankrotts
- Ein Bankrun auf die EZB ist daher unwahrscheinlich
- Es sollen „faire“ Zinsen geboten werden (die die EZB selbst digital „drucken“ kann)
- Die Versorgung mit Krediten soll ebenfalls besser funktionieren
- Das Kontoguthaben soll mit hochwertigen Staatsanleihen der Eurozone gedeckt sein („eligible - Securities“)

CBDCs der EZB sind daher Stablecoins (wegen der Hinterlegung mit Euro-Anleihen???)
Eine Möglichkeit, mit hohem geldpolitischem Potenzial, das die Konten mit CBDCs bei der EZB bieten, ist aber ein ganz anderes: Helikoptergeld. Ohne Umwege könnte die Zentralbank jedem Bürger mit einem EZB-Konto Geld in beliebiger Höhe zur Verfügung stellen. Eine andere Möglichkeit wäre das von der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde bereits selbst ins Spiel gebrachte Schwundgeld, dessen Kaufkraft mit einem Ablaufdatum versehen ist. Diese eingebaute automatische Wertminderung soll zum schnellen Verkonsumieren der Mittel zwingen und so die Geldumlaufgeschwindigkeit erhöhen, um eine deflationäre Wirtschaftskrise zu vermeiden.

Noch kann jeder frei entscheiden, welche Form von Geld er für Transaktionen und für das Sparen verwendet. Es ist ein unschöner Gedanke, dass sich Zentralbanken quasi zur konkurrenzlosen Einheitsbank für alle ohne Alternative entwickeln könnten. Das ginge in der Endkonsequenz jedoch nur in einem totalitären Staat, der für solch ein Banken-Monopol die legislativen Voraussetzungen schaffen müsste.

Der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, Augustín Carstens, lässt dementsprechend nun keine Zweifel mehr daran, dass sich seine Institution nun intensiv diesem Thema widmet. "Die Geschwindigkeit der Veränderungen und deren disruptives Potenzial haben die Zahlungssysteme zuvorderst auf die Agenda der Politiker gehievt. […] Die BIZ und die Zentralbanken haben eine führende Rolle darin zu spielen, wie die Politik auf diese Herausforderung reagiert", so Carstens im neuesten Quartalsbericht der BIZ. Experten werten diese Aussagen des Chefs der sogenannten Bank der Zentralbanken dabei als eindeutige Kampfansage an alle privaten Anbieter von Zahlungssystemen.

All das hat nichts mit der Idee und dem Nutzen von Kryptowährungen zu tun, sondern soll primär den Zentralbanken bzw. Staaten die größtmögliche Kontrolle über die gesetzlichen Zahlungsmittel ermöglichen.  Das deutsche Finanzministerium möchte auch einen "programmierbaren Euro" !




18. August 2020

Bundesbank kritisiert gemeinsame EU-Verschuldung: 'Bedenkliches Novum'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Bundesbank hat sich kritisch zu der geplanten gemeinsamen Verschuldung der Europäischen Union (EU) geäußert. Die umfangreiche Schuldenfinanzierung sei ein "bedenkliches Novum", schreiben die Währungshüter in ihrem neuen Monatsbericht vom Montag. "Eine Kreditaufnahme auf der EU-Ebene ist in den EU-Verträgen eigentlich nicht vorgesehen." Um Haftung und Kontrolle in der Balance zu halten, wäre ein deutlich stärkerer Integrationsgrad in der EU erforderlich, mahnt die Bundesbank. Derzeit ist die Finanzpolitik weitgehend Sache der EU-Staaten. 

Die EU-Staaten hatten sich im Juli auf einen mehrjährigen Finanzrahmen verständigt, der auch einen schuldenfinanzierten Extrahaushalt zur Bewältigung der Corona-Folgen umfasst. Dieser sieht sowohl Kredite als auch nicht rückzahlbare Zuschüsse für einzelne EU-Länder vor. Wenngleich die Bundesbank dieses solidarische Vorgehen grundsätzlich gutheißt, moniert sie, "dass sich für die wachstumsfördernde Wirkung von EU-Mitteln in der Vergangenheit ein gemischtes Bild zeigte."

Schon vor Corona befand sich die Bankenwelt in einem desolaten Zustand. Jetzt hat sich die Lage dramatisch zugespitzt, weil eine Pleitewelle für Unternehmen droht. Dadurch werden massenhaft Kredite ausfallen, die Risiken für die Banken werden stark ansteigen.

Der Weg zur wirtschaftlichen Erholung in Spanien und Italien wird trotz Steuerstundungen und Liquiditätsgarantien lang und beschwerlich so eine aktuelle Analyse des Kreditversicherers Coface. Die Coface-Analysten prognostizieren für Spanien einen Einbruch der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um 12,8 Prozent und für Italien um 13,6 Prozent. Die Unternehmensinsolvenzen werden in Spanien bis 2021 voraussichtlich um 22 Prozent und in Italien um 37 Prozent gegenüber 2019 zunehmen. 
 
Bei TARGET2 lassen Länder wie Italien und Spanien seit Jahren ihre Rechnungen anschreiben, überwiegend zu Lasten Deutschlands. Die TARGET2-Salden sind somit ungedeckte Kredite, die nicht in der Staatsverschuldung Deutschlands auftauchen. Ein Wirt, der einen Gast über Jahre anschreiben lässt, läuft Gefahr, dass er sein Geld nicht mehr wiedersieht. Gleiches gilt für Deutschland und seine Steuerzahler!

 

9. Juli 2020

Bankenkrise für Alle ? Endkampf der Kreditschöpfer ?


Nun wagte sich auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) aus der Deckung. Das Institut sieht wegen des Konjunktureinbruchs infolge der Corona-Pandemie eine Bankenkrise in Deutschland heraufziehen. Die IWH-Experten sagen vorher, dass wegen des Lockdowns im März und April in den nächsten Monaten zahlreiche Firmen pleitegehen würden oder Kredite nicht bedienen können.

Als Folge könnten den Experten zufolge zahlreiche Sparkassen sowie Privat- und Genossenschaftsbanken in Schieflage kommen. Wir sollten nicht unterschätzen, dass es hier um sehr, sehr hohe Kreditvolumina geht. Wir sprechen hier von dreistelligen Milliarden-Beträgen, die im Feuer stehen. Selbst wenn sich die Konjunktur rasch erholen würde, sind der Analyse des IWH zufolge rund 6 Prozent der Geldhäuser in Gefahr. Halte die Flaute monatelang an, würden demnach sogar 28 Prozent der Kreditinstitute in Not geraten. Weil der Anteil ihrer Eigenmittel unter die gesetzliche Mindestmarke von 6 Prozent der Kreditsumme rutsche, müssten dann Dutzende oder gar Hunderte Institute abgewickelt, fusioniert oder vom Staat gerettet werden. Das ist die düstere Prognose des IWH. 

Herr Gropp, der Präsident des Instituts meinte sogar, dass wahrscheinlich die Bankenkrise selbst bei einer raschen Erholung der Wirtschaft eintreten werde. Das wiederum erhöhe die Gefahr einer "zweiten Rezession". Anders gesagt, wir stehen vor einer Dauer-Krise.

Verlassen Sie sich nicht auf die EZB, sondern leiten Sie eigene Maßnahmen ein, die sich ausschließlich an Ihren eigenen Bedürfnissen orientieren. 


Bankschließfächer werden in Zukunft zu Glashäusern !

Neue Vorgaben der kleptokratischen Eurokratie in Brüssel Die 5. EU-Geldwäsche-Richtlinie beinhaltet eine Novelle, die den Zugriff auf Daten ...