5. Dezember 2017

Die Deutschen sind ärmer wie die Griechen und spielen trotzdem das Sozialamt l



Deutschlands Target2-Forderungen gegenüber anderen Ländern betragen – sage und schreibe -  850 Milliarden Euro! Oder anders ausgedrückt: 10.000 Euro pro deutschem Bürger!

Das beste: Dieser Kredit wird auch noch zins- und tilgungsfrei gewährt. Also ohne Sicherheit!

Ein weiterer Vorschlag der französischen Regierung ist die Monetarisierung der Schulden über die Bilanz der Europäischen Zentralbank. Das heißt: Die EZB würde die faulen Kredite aufkaufen und solange in ihrer Bilanz halten, bis sie eventuell annulliert werden. Ferner soll es auf europäischer Ebene eine Umverteilung geben, um Banken und Staatsausgaben zu sanieren und zu finanzieren. Etwa von Deutschland nach Italien, Frankreich und Spanien. 

Schon Anfang des Jahres (2017) stellte die EZB fest, dass Deutschland die höchste Ungleichheit bei privaten Vermögen in der gesamten Eurozone hat. Konkret: 40 Prozent der Deutschen haben quasi gar kein Erspartes! Und das, obwohl das durchschnittliche Einkommen deutlich höher als das der meisten anderen Europäer ist. 

Der durchschnittliche Haushalt in der Eurozone liegt bei etwa 104.000 Euro an Nettovermögen (alle Vermögenswerte abzüglich Schulden und Verbindlichkeiten für die Haushalte der jeweiligen EU-Länder). In Luxemburg sogar bei 437.500 €, in Belgien bei 217.900 € und in Malta bei 210.000 €. In Deutschland hingegen sind das lediglich 60.800 Euro! Ein durchschnittlicher spanischer und italienischer Haushalt besitzt sogar weit mehr als das Doppelte an Nettovermögen als die Deutschen! Konkret: Spanien 159.600 €, Italien 146.200 €. Selbst die „Schulden-Griechen“ sind mit rund 65.000 Euro noch Reicher. In Deutschland gibt es zu viele Abgaben, die die Kapitalkraft schwächen. Vor allem im unteren Bereich. Hinzu kommen falsche (staatliche) Sparanreize wie etwa durch den Flopp mit der Riester-Rente oder anderen Lebensversicherungen sowie eine zu geringe Immobilienbesitzquote. Genauer gesagt liegt in Deutschland die Eigenheimquote bei lediglich 44 Prozent. Im Rest der Eurozone bei satten 85 Prozent! Natürlich steigert dort das Betongold auch das Nettovermögen. Kurzum: Wir sind „ärmer“ als viele Krisenstaaten aufgrund einer verfehlten Wirtschaftspolitik. Warum aber müssen wir den anderen dann überhaupt noch helfen?

Die Politik in Deutschland versucht die hohe Ungleichheit der privaten Vermögen kleinzureden. Und wissen Sie, wie eines dieser dahingehenden Argumente lautet? Sie würden kein privates Vermögen brauchen, denn Sie hätten ja einen großzügigen Sozialstaat, der Sie gegen alle Widrigkeiten absichert und eine Rente garantiert! Als ich das gehört habe, bin ich beinahe an die Decke gegangen! Vergessen Sie in diesem Zusammenhang auch nicht die Niedrig-, Null- und Negativzinsen, die Ihnen seit Jahren Ihr(e) Vermögen/Ersparnisse wegfressen wie ein ausgehungerter Heuschreckenschwarm.
Kurzum: Die Deutschen sind an Nettovermögen ärmer als die meisten Eurozonen-Länder, weil sie zu hohe Abgabenlasten schultern müssen. Hinzu kommen falsche Geldanlagen; verordnet durch staatliche Bevormundung.

Um es Ihnen deutlich vor Augen zu führen: Die Wettbewerbsfähigkeit zwischen den EU-Ländern hat sich nicht angenähert. Staats- und Privatschulden liegen in der Eurozone (vor allem bei den Krisenländern) über denen von 2007! Die faulen Kredite der europäischen Banken belaufen sich auf rund 1 Billion (1.000 Milliarden) Euro! Insgesamt summierten sich die faulen Schulden in Europa auf mindestens 3 Billionen Euro.Wir versichern Ihnen schon jetzt, dass sie die Hauptlast der Verluste (durch Pleiten, Schuldenrestrukturierungen oder EZB-Monetarisierung) tragen werden. Denn Deutschland ist – wie fast überall – der Hauptgläubiger. Und damit der ewige Zahlmeister!

Denn vor Kurzem erst wurde bekannt, dass die Kosten in der EU völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Das Budget für den EU-Haushalt von bisher 140 Milliarden Euro jährlich müsse, so EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani, sogar verdoppelt werden! Die Begründung: Höhere Kosten für die Bewältigung der Flüchtlingskrise, des Anti-Terrorkampfs, der Digitalisierung der Wirtschaft sowie des erhöhten Bedarfs an Investitionen.

280 Milliarden Euro für das bisherige Politik-Versagen in Brüssel. Wahnsinn!
Und wissen Sie, wie diese Verdoppelung finanziert werden soll? Nicht etwa durch zusätzliche Überweisungen der Mitgliedstaaten, sondern – halten Sie sich fest – durch die Einführung von Steuern! Wie etwa eine Sondersteuer auf Immobilien in der EU, die bereits hinter verschlossenen Türen diskutiert wird! Oder einer Finanz-Transaktionssteuer auf Börsengeschäfte.

Corona, Staatsschuldenkrisen, Geld drucken und Dauerkrisen

Weite Kreise in der Wirtschaft, in der Banken- und Finanzwelt sowie auch viele   Privatpersonen haben leider bis heute jeden Geda...